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März 2026

Das Paradies – kein Ort, sondern ein Moment

Ich sitze im Schatten, vor mir das Meer in einem Türkis, das fast unwirklich aussieht. Die Palmen hier in Praslin sind so grün, wie Palmen eben nur an solchen Orten grün sind, der Wind rauscht warm durch die Blätter, und eigentlich ist alles da, was man mit einem paradiesischen Ort verbindet.

Drei Wochen Seychellen mit meinem Partner, jeweils eine Woche Praslin, La Digue und Mahé. Ich bin vorher noch nie auf den Seychellen gewesen und habe von Bekannten immer nur gehört, wie wunderschön es dort sein soll. Und ja, das ist es auch. Das sind alles paradiesische Orte …

Und trotzdem – in diesem Moment meines Urlaubs im Februar fühlte ich mich ganz und gar nicht paradiesisch.

Zunächst einmal lag das daran, dass es mir nicht gut ging – warum, dazu später mehr. Doch hinzu kam noch eine merkwürdige Irritation. Ich merkte nämlich, mich belastete zusätzlich die Tatsache selbst: dassich mich nicht paradiesisch fühlte. Obwohl das Meer so türkis war und die Palmen so grün und der ganze Ort alle Voraussetzungen dafür erfüllte, um als Paradies bezeichnet zu werden. Das durfte doch jetzt eigentlich gar nicht so sein. Wenn ich schon im Paradies war, dann müsste ich mich doch bitte auch paradiesisch fühlen. Warum gelang mir das nicht?

 

Der Ausflug zur Schildkröteninsel

Den ersten Grund dafür, dass es mir nicht so gut ging, wie ich es mir vorher vorgestellt hatte, hatte ich mitgebracht. Vom gestrigen Ausflug auf die kleine Nachbarinsel Curieuse, dort, wo die Riesenschildkröten leben, am dritten Tag unseres Urlaubs. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, diese uralten Landschildkröten zu sehen, und mir fest vorgenommen, nach meiner Rückkehr meiner Schildkröte davon zu erzählen.

Doch leider gab es dort in einem kleinen Waldstück und in dem Mangrovengebiet reichlich Moskitos und auch vor allem Sandfliegen in einer Menge, die ich so noch nicht erlebt hatte. Man konnte eigentlich kaum zehn Sekunden irgendwo stehen bleiben, ohne sofort übersät von Stichen und Bissen zu sein. So unangenehm das sowieso schon ist: Für mich ist es noch einmal schlimmer als für viele andere Menschen, weil ich sämtliche stechenden Insekten anziehe wie die Motten das Licht und ich zudem in puncto Mückenstiche schreckliche Kindheitserinnerungen mit mir herumtrage.

Denn damals machte ich Erfahrungen mit ungeheuer vielen Mücken, die es ganz besonders auf mich abgesehen hatten. Ich sah also fast immer aus wie ein Streuselkuchen, doch nicht nur das, ich litt sehr, weil ich ständig unter Beschuss war, die Stiche sich entzündeten und ich so einen Cocktail aus Schmerzen, unendlichem Juckreiz und Angst vor neuen Stichen hatte.

Und diese Prägung wirkt bis heute nach – wenn Sie ein regelmäßiger Leser dieses Blogs sind, dann erinnern Sie sich vielleicht, dass ich vor ein paar Jahren hier schon einmal davon und von einem „Ghostbuster im Moskitonetz“ erzählt habe.

Auch dieses Mal, beim Besuch der Schildkröteninsel, hatte es mich besonders schlimm erwischt, weshalb ich leider auch von den Schildkröten gar nicht viel mitbekam. Ich hatte hinterher ungelogen ungefähr zweihundert Bisse und Stiche an den Beinen. Wir hatten am nächsten Morgen sofort Kortison zusammen mit guten Ratschlägen des Apothekers besorgt, sodass es Hoffnung auf Besserung gab, aber dennoch ging es mir wirklich nicht besonders gut.

Ich konnte nicht viel unternehmen, musste mich stattdessen dauernd mit Salbe einreiben, viel im Schatten liegen, und wenn das Blut stärker in die Beine kam – also sobald ich aufstand oder mehr zu Fuß unterwegs war – pulsierte auch die Entzündung wieder stärker. Es war also nicht nur ein kleines Ärgernis, sondern tatsächlich etwas, das mich körperlich ziemlich beeinträchtigte.

Bei diesem Ausflug gab es übrigens nicht nur die Sandfliegen- und Moskitoplage. Wir gingen auch noch einem Betrüger auf den Leim, der uns den herrlichen Ausflug mit einem angeblichen Sonderpreis als ein tolles Schnäppchen verkauft hatte. Am Ende stellte sich heraus, dass das Ticket, was er uns verkauft hatte, gar nicht den ganzen Ausflugstag umfasste. Das Mittagessen und ein weiterer Teil des Tages zum Schnorcheln waren plötzlich nicht mehr enthalten. In der Annahme eines mittäglichen Barbecues hatten wir natürlich nichts zu essen dabei und mussten das alles dann vor Ort klären. Das war also auch noch Teil dieses besonderen Tages: erst eine riesige Vorfreude auf die Schildkröten, dann die Stiche, dann der Betrug, die Improvisation, das Organisieren.

Und trotzdem: Der Ort war weiterhin wunderschön. Die ganze Szenerie hier am Strand war noch immer das, was man gemeinhin paradiesisch nennen würde.

 

Die Vorstellung vom perfekten Paradies

Und so saß ich dann da, an diesem Ort, von dem alle sagen, das sei ein Paradies. Und ich dachte: Alles super, aber ich finde das hier mit diesen Viechern überhaupt nicht paradiesisch.

Gleichzeitig war das andere ja trotzdem da. Das türkise Wasser, die Brise, die ganze Schönheit des Ortes war ja nicht verschwunden. Sie war real. Nur war eben auch das Jucken real, die Entzündung, das unangenehme Gefühl im Körper, die Einschränkung, die Erschöpfung. Und das konnte mir das Paradies wirklich vermiesen.

Dahinter steckt etwas sehr Menschliches, das weit über einen Urlaub auf den Seychellen hinausgeht: dass wir nämlich oft Vorstellungen davon haben, wie etwas sein muss, damit es gut ist. Und dass wir diese Vorstellungen oft gar nicht so bewusst im Kopf haben, sondern dass sie still im Hintergrund mitlaufen. In meinem Fall war da die Vorstellung, dass der Moment im Paradies immer nur schöne Dinge enthalten darf. Dass Paradies gewissermaßen per Definition heißt: Alles ist großartig, alles ist angenehm, alles ist wunderbar. Und wenn jetzt irgendetwas da drin auftaucht, was belastend ist, dann muss das weg. Dann stört es nicht nur, sondern disqualifiziert gewissermaßen den ganzen Moment. Denn dann kann ich meine Paradiesvorstellung nicht mehr weiter pflegen.

Ich beobachtete diesen inneren Mechanismus an mir und fand ihn interessant. Mein Leiden, so wurde mir klar, bestand ja nicht nur aus den Stichen und Bissen, sondern dazu kam noch eine zweite Ebene: Die bestand aus Selbstkritik, Selbstbewertung und einer negativen Bewertung der Situation: Warum habe ich schon wieder so viele Stiche und nun auch massenweise Bisse? Warum gibt es diese Biester überhaupt hier? Und wieso gelingt es mir nicht einmal hier, an diesem großartigen Ort, mich einfach nur paradiesisch zu fühlen? Nur weil mich jetzt wieder diese blöden Viecher malträtiert haben? Was ist überhaupt mit mir los?

Mir wurde bewusst, wie schnell wir Menschen einen Ort mit einem bestimmten inneren Zustand verknüpfen. Es gibt da so eine blitzschnelle, implizite Kopplung zwischen äußerer Umgebung und eigenem Erleben. So als würde eine bestimmte Reizumgebung automatisch ein bestimmtes Gefühl erzeugen. Seychellen gleich Paradies, Paradies gleich Glücksgefühl. Aber das stimmt eben nicht, oder jedenfalls nur in Ansätzen. Es gibt viele Variablen, die wir selbst mitbringen, und es gibt vieles, was wir an einem Ort antreffen, das in keinem Prospekt steht und keiner Erzählung von anderen Reisenden vorkommt.

 

Der Apfel der Erkenntnis

Als ich so ernüchtert über das Paradies nachdachte, kam mir der Apfel der Erkenntnis in den Sinn, der ja in der biblischen Erzählung der Grund dafür ist, dass Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden. Dieser Apfel der Erkenntnis erweitert die Welt: Vorher gibt es einen Zustand, in dem einfach alles toll, eben paradiesisch ist. Etwas salopp gesagt: eine Art Soße der Seligkeit, die Adam und Eva umwabert. In diesem Zustand ist wenig Differenzierung, es spielt keine entscheidende Rolle, was ihn im Einzelnen ausmacht, weil halt einfach quasi per definitionem alles nur paradiesisch ist.

Aber die Erkenntnis erweitert auch die Welt. Sie macht sie nicht unbedingt gemütlicher, doch größer, wirklicher, vollständiger. In meinem Fall hieß das zunächst einmal: Ich musste mir eingestehen, dass da eben nicht nur das Meer und die Palmen sind, sondern auch das Jucken, der Frust, die Erschöpfung, die Enttäuschung, die Selbstkritik. Die Welt dieses Augenblicks war größer als meine durch Prospekte und Hörensagen genährte Vorstellung davon.

Dazu kam eine zweite Erkenntnis, die für mich einen Wendepunkt darstellte. Ich merkte, dass es einen Unterschied macht, ob ich das Jucken und die Stiche ausgrenzte oder ob ich sie als Teil des Augenblicks wahrnahm. Ich war in einem dauernden Widerstand, solange innerlich in mir die Devise vorherrschte: Das darf nicht sein. Das soll weg. Erst wenn das Jucken wieder weg ist, kann das hier Paradies sein. Ich war im Kampf mit dem, was ohnehin schon da war. Dieser Kampf war nicht zu gewinnen, und er entfernte mich immer mehr vom Paradies, als mich ihm näherzubringen.

In dem Moment aber, in dem ich anfing, den Augenblick vollständig wahrzunehmen, so wie er nun einmal war, mit den Stichen, Bissen, den Schmerzen, dem Jucken, mit dem einladenden türkisen Wasser, dem sanften Rauschen des Windes, mit dem Unangenehmen und mit dem Schönen, mit dem, was ich mir als paradiesisch vorgestellt hatte und dem, was ich mir komplett anders gewünscht hätte – da veränderte sich meine Wahrnehmung.

 

Bewertungen verändern das Erleben

Natürlich war das Jucken nicht weg. Die Entzündungen am Bein waren nicht plötzlich geheilt, nur weil ich anders darüber dachte. Es ging ja auch überhaupt nicht darum, mir etwas schönzureden. Das wäre mir auch viel zu einfach, denn Schönreden ist oft nur eine andere Variante davon, etwas loswerden zu wollen. Also so zu tun, als wäre es gar nicht so schlimm, damit es endlich aufhört, schlimm zu sein. Aber genau darum ging es mir nicht.

Ich litt, ich vergoss auch ein paar Tränen, es war wirklich sehr unangenehm. Aber es war okay. Von einem Metastandpunkt könnte man sagen: Ja, es gehört dazu, dass das Leid als Leid anerkannt wird. Es gehört zur Situation in diesem Moment dazu und will gefühlt werden. Es ist nicht möglich, aus Schmerz plötzlich Glückseligkeit zu machen mit irgendeinem Ideal von innerer Meisterschaft, nach dem Motto: Jetzt sitze ich hier direkt nach dem Sandfliegen-Moskito-Überfall und atme so lange in meine Stiche, bis ich in einen Zustand der Besserung gelange. Das klingt gut, aber in Wahrheit wäre es eine Form von Selbstüberforderung.

Was ich meine, ist viel schlichter und zugleich anspruchsvoller: das, was da ist, als das wahrzunehmen, was da ist. Und es so zu akzeptieren, wie es ist. Und dann zu merken, dass sich schon allein dadurch etwas verändert. Nicht das Ereignis, aber das Verhältnis dazu. Nicht die Bisse und Stiche, aber die zusätzliche Verkrampfung darum. Nicht der Schmerz an sich, aber die Bewertung, die sich noch obendrauf gesetzt hat und das Leiden verstärkt.

Unsere Bewertungen haben überhaupt einen enormen Einfluss darauf, wie wir etwas erleben. Dasselbe körperliche Gefühl kann je nach Bedeutung, die wir ihm geben, völlig unterschiedlich wirken. Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ich vor einiger Zeit gelesen habe. Sie handelt von einer Frau, die barfuß über einen steinigen Weg geht und klagt, weil die Steine so unangenehm in ihre Fußsohlen drücken. Am selben Tag – nur einige Stunden später – hat sie einen Termin für eine Fußreflexzonenmassage und sagt dort ganz überzeugt zum Masseur: Drücken Sie ruhig richtig fest, wenn es weh tut, dann wirkt es besonders gut. In beiden Fällen tut ihr etwas an den Fußsohlen weh. Aber im einen Fall heißt es: Das stört, das soll weg. Im anderen Fall heißt es: Das gehört dazu, das hat Sinn, das bewirkt etwas. Die Bewertung verändert das Erleben.

 

Noch einmal hinschauen

Natürlich lässt sich nicht alles einfach uminterpretieren. Aber ich denke, wir unterschätzen oft, wie viel zusätzliches Leiden wir erzeugen, wenn wir zu schnell zu wissen meinen, was etwas bedeutet. In diesem Zusammenhang muss ich an etwas denken, was von Milton H. Erickson erzählt wird, dem amerikanischen Psychiater und Psychologen, der die moderne Hypnose und Hypnotherapie maßgeblich prägte, die ich ja auch praktiziere.

Er war infolge einer Polio-Erkrankung körperlich stark geschwächt und zudem in seinen späteren Lebensjahren auf einen Rollstuhl angewiesen. Während seines Seminars begann er plötzlich nach einem Steinbrocken zu greifen, der rechts neben seinem Rollstuhl lag, er hob ihn hoch, ganz langsam, mit sichtbarer Kraftanstrengung.

Die Schüler saßen im Kreis um ihn herum und schauten zu. Einige fragten sich, ob sie ihm helfen sollten. Aber er war der Lehrer, und es hatte auch etwas Faszinierendes, ihm dabei zuzusehen. Er hob diesen Stein schließlich unter großer Mühe hoch, hievte ihn auf seinen Schoß – sehr langsam.

Und dann nahm er ihn plötzlich blitzschnell und warf ihn einem der Teilnehmer auf den Schoß. Der Schock war nur kurz, befreiendes Lachen – denn der Stein war kein schwerer Fels, er war federleicht, aus Pappmaché. Und Milton H. Erickson sagte: „Look again at what you know“.

Genau darum ging es in dem, was in mir ablief: dass ich noch einmal auf das schaute, von dem ich meinte, dass ich es schon wusste. Dass ich meinen Wunschzustand nicht sofort ad acta legte. Dass ich nicht dachte: Das ist jetzt also doch nicht das Paradies. Mein Urlaub ist verdorben. Meine erste Woche ist vermiest. Ich habe wie immer Pech. Die anderen haben es besser.

Es bringt uns mehr, wenn wir in solchen Situationen noch einmal genau hinschauen. Wenn wir wahrnehmen: Was ist eigentlich gerade da? Was denke ich darüber? Was mache ich daraus? Wie reagiert mein Körper? Welche Zukunft entwerfe ich in meinem Kopf schon vorschnell aus diesem Moment heraus?

Denn auch das passiert ja oft: Kaum ist etwas unangenehm, richtet sich unsere Aufmerksamkeit in die Zukunft. Wann hört das endlich auf? Wie lange muss ich jetzt noch leiden? Erst wenn das weg ist, kann ich wieder eine schöne Zeit haben. Erst wenn die Stiche verheilt sind, gibt es hier wieder eine Chance auf Urlaub. Auch das ist eine Form, sich aus dem Moment hinauszukatapultieren. Verständlich, aber oft nicht hilfreich.

Was mir in dieser Situation geholfen hat, war eher etwas anderes: nicht zu fragen, wann alles wieder perfekt ist, sondern wie es jetzt, unter diesen Umständen, trotzdem gut sein könnte. Nicht ohne die Stiche, sondern mit ihnen. Nicht ohne Frust, sondern mit dem, was nun einmal da war.

 

Das andere Paradies

Und dann passierte etwas Schönes: Weil ich mich schonen musste und viel im Schatten auf einer Liege lag, konnte ich Dinge beobachten, die ich vermutlich sonst übersehen hätte. Ich betrachtete kleine Krebse, ihre Häufchen, ihre Bewegungen, die Unterschiede zwischen den größeren und kleineren. Ich beobachtete Vögel, Geräusche, Lichtveränderungen, das ganze kleine Leben um mich herum, dem ich sonst vielleicht gar nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Nicht, weil die Stiche plötzlich weg waren, sondern weil der Moment, so wie er war, sich öffnete, sobald ich aufhörte, nur noch gegen ihn zu sein.

Ich bin etwas vorsichtiger mit dem Wort Paradies geworden. Es ist, so denke ich, nicht in erster Linie ein Ort. Denn ein Ort kann noch so schön sein, er garantiert nichts. Auch an den schönsten Orten gibt es Moskitos, Betrüger, Enttäuschungen, Schmerzen, Streit, Müdigkeit, Heimweh oder einfach einen schlechten Tag. Ein Ort ist mit dieser Aufgabe eigentlich überfordert, uns dauerhaft in einen paradiesischen Zustand zu versetzen.

Wenn es ein Paradies gibt, dann ist es eher kein Ort, sondern ein Moment – ein Moment der Fülle. Ein Moment, in dem wir die Wirklichkeit vollständig wahrnehmen können. Nicht nur das Schöne, sondern alles, was da ist. Die eigentliche Bedeutung von Paradies ist nicht, sich ein Leben ohne Leid zu basteln – das wird nicht gehen –, sondern im Unvollkommenen trotzdem Momente von Fülle, Schönheit, Ruhe oder Verbundenheit zu finden.

Das klingt einen Tick kleiner als die große Paradiesvorstellung. Es ist aber in Wahrheit größer. Weil es wirklicher ist.

Wir können das Leid nicht vollständig verhindern, denn es gehört nun einmal zum Menschsein dazu. Insofern gibt es dieses Paradies, in dem nur die Seligkeit um einen herumwabert, im wahren Leben nicht. Aber dafür gibt es etwas anderes, das ich fast genauso kostbar finde: unsere Fähigkeit, das, was ist, anzunehmen, ohne daran zu zerbrechen. Die Fähigkeit, unsere eigenen Bewertungen wahrzunehmen und zu verändern. Die Fähigkeit, mit dem Unvermeidlichen anders umzugehen. Und dadurch Gelassenheit, Souveränität und Resilienz zu entwickeln.

Ein paradiesischer Moment entsteht nicht dadurch, dass alles perfekt ist, sondern dadurch, dass wir aufhören, das Unangenehme auszuschließen. Dass wir beginnen, den Augenblick als vollständig wahrzunehmen. So wie er ist.

Ja, auch mit Mückenstichen und Sandfliegenbissen …

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass es Ihnen so oft wie möglich gelingt, in Ihrem Leben die Momente paradiesischer Fülle wirklich wahrzunehmen.